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Veranstaltung zum Iran in Leipzig

Hier eine Veranstaltungsankündigung der Linksjugend Leipzig in Kooperation mit der Studierendengruppe lu+us und dem StuRa der Uni Leipzig. Der Veranstaltung findet am Freitag, dem 4. Februar in der Uni Leipzig statt.

Iran
Jüngere Vergangenheit, Zustand und Zukunft von Regime und Opposition

Im Jahr 2009 zog der Iran abseits seines Atomprogramms die Aufmerksamkeit der Welt auf sich. Nach den massiv gefälschten Präsidentschaftswahlen gingen Millionen Iranerinnen und Iraner auf die Straße. Die recht heterogene Protestbewegung war jedoch der massiven Repression seitens des Regimes ausgesetzt. Neben Zahlreichen Verletzten gab es auch Tote. Seitdem k…am es zwar immer wieder zu Protesten, jedoch scheint die Verfolgung der Regimegegner durch den Staat und die Revolutionsgarden Wirkung zu zeigen.

Nicht zuletzt profitiert die „islamische Republik“ auch durch Unterstützung von anderen Staaten. Neben Russland betreiben auch westliche Staaten eine weitgehende Appeasementpolitik. Die antisemitische Vernichtungsrhetorik und -politik gegen Israel ändert daran nichts. Deutsche Firmen wie Siemens rüsten den Staat und die Repressionsorgane gar mit der nötigen Überwachungstechnik aus.

Wir wollen auf unserer Veranstaltung fragen, wie es weitergeht im Iran und wie der Widerstand und die Opposition im Iran aufgestellt sind. Muss der Protest seit 2009 als geschwächt oder gar gescheitert angesehen werden? Wie ist das außenpolitische agieren der westlichen Staaten zu werten? Welche Akteure dominieren das Regime und die Opposition im Iran?

Als Gast haben wir Dr. Kazem Moussavi (Berlin) eingeladen, der Sprecher der Oppositionellen Green Party of Iran in Deutschland ist.

Freitag, 4. Februar 2011, 19:00 Uhr
Hörsaal 7, HSG, Universität Leipzig
Universitätsstraße

Eine Veranstaltung der Linksjugend Leipzig in Zusammenarbeit mit dem StuRa der Uni Leipzig und der Studierendengruppe „lu+us“.
www.linksjugend-leipzig.de

Flyer zum Thema Antiamerikanismus

Im Bereich Materialien findet ihr jetzt unseren Flyer zum Thema Antiamerikanismus als PDF. In der nächsten Zeit folgen zudem Flyer/Texte zu den Themen Antisemitismus, Antizionismus und Verschwörungstheorien.

Vortrag zur Theodor Herzl in Dresden

Dienstag, 19.00 Uhr, Eintritt: 4,00 €, ermäßigt: 2,50 €,
Ort: Café Schoschana, Hasenberg 1

Der jüdische Jules Verne

Theodor Herzl – Gründungsvater Israels
Vortrag Dr. Ludger Heid

Er war der Begründer des politischen Zionismus und damit der Gründungsvater des Judenstaats Israel. Theodor Herzl war Jurist, Schriftsteller, Feuilletonist, Diplomat. Doch wer war der Mann hinter dem Erfolgsmenschen Herzl? Wie war der private Herzl, der Ehemann, der Liebhaber? Vor 150 Jahren wurde er in die aufregende Zeit des Wiener Fin de siécle geboren. Wie von ihm prophezeit, wurde der Staat Israel 50 Jahre nach seinem Tod Realität.

Eine Kooperation mit dem LAK Shalom und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Dresden.

Bericht zur vergangenen Veranstaltung „Israel in den Medien“

In Dresden fand am Samstag den 03.07.2010 um 19:30 Uhr in der Hatikva, der Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsens, der Vortrag „Israel in den Medien – Die Berichterstattung der linken deutschen Tageszeitungen zum Gazakrieg 2009 und ihre Positionierung zu den Konfliktparteien“ statt.

Israel in den Medien – Die Berichterstattung der linken deutschen Tageszeitungen zum Gazakrieg 2009 und ihre Positionierung zu den Konfliktparteien

In Dresden fand am Samstag den 03.07.2010 um 19:30 Uhr in der Hatikva, der Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsens, der Vortrag „Israel in den Medien – Die Berichterstattung der linken deutschen Tageszeitungen zum Gazakrieg 2009 und ihre Positionierung zu den Konfliktparteien“ statt.

Trotz bestem Grill- und Biergartenwetter hatten sich ca. 40 interessierte Menschen am Ort des Geschehens eingefunden um sich über die Berichterstattung drei bekannter linker Tageszeitungen zum Thema Gazakrieg 2009 zu informieren.

Teil der Studie waren die taz, die junge Welt und das Neues Deutschland und das linksliberale Medium Süddeutsche Zeitung. Etwa 370 Artikel wurden in den 4 Tageszeitungen während des Berichtszeitraumes vom 27.12.2008 – 18.01.2009 untersucht. Emotionalität der Bilder, Objektivität der Artikel, sowie journalistische Stellungnahme zu den Konfliktpartein waren Kriterien für das aufgestellte Codierungssystem, um eine Bewertung zu vollziehen.

Währenddessen die linken Tageszeitungen wie Neues Deutschland junge Welt einseitig berichtete, waren die Artikel in der taz und Süddeutsche Zeitung in allen Kriterien bis auf das der Zitatwahl, stets ausgewogen in Bild, Text und Meinungsbildung .

Besonders die junge Welt „zeichnete“ sich innerhalb der Studie durch die fast einseitige Verwendung Emotionaler Bilder der palästinensischen Bevölkerung aus und vermittelt so, ob bewusst oder unbewusst, das Bild der übermächtigen Israelis und der schwachen, vom Elend geplagten, Palästinenser. Während die anderen drei Tageszeitungen, manche mehr manche weniger ausgewogen, persönliche Erfahrungsberichte von beiden Konfliktparteien einbrachten, verzichtete die junge Welt komplett auf Personenschicksale der Israelis und beschränkte sich darauf unzählige Personenschicksale von palästinensischer Seite zu veröffentlichen. Doch das vielleicht eindeutigste Indiz, dass die junge Welt eine subjektive, ideologisch gefärbte Berichterstattung in Bezug auf den Gazakrieg ablieferte, verdeutlichte die Frage nach dem Aggressor. In einem hegemonialem Anteil der Artikel wurde Israel allein Verantwortlich für den Gazakrieg gemacht und die Frage nach dem Warum schlichtweg vernachlässigt.

Das Besondere am Inhalt der Veranstaltung lag darin, dass jede_r Besucher_in sich selbst ein Urteil über die untersuchten Tageszeitungen fällen und jede_r individuell entscheiden konnte, auf welche Quelle man sich in Zukunft bezüglich des kontroversen Themas Nah-Ost-Konflikt stützen möchte.

Nadja Guld

Veranstaltung: Der Krieg in Gaza 2009 in linken Medien

Seit vielen Jahren polarisiert der Konflikt zwischen Israel und den PalästinenserInnen die Linke in Deutschland. Dabei sind auch Vorwürfe der Israelfeindlichkeit bis hin zu Antisemitismus Teil dieser Auseinandersetzungen in der deutschen Linken vor dem Hintergrund der deutschen Vergangenheit. Diese Kritik richtet sich auch an die linken Tageszeitungen taz, Neues Deutschland und junge Welt. Sie bestimmen in ihrer Rolle als Berichterstatterinnen maßgeblich das Bild des Konflikts. Wie dieses Bild aussieht, wurde in einer Studie zum Gazakrieg 2009 zwischen der israelischen Armee und der palästinensischen Hamas untersucht, welche in einem Vortrag vorgestellt wird. Mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse von 370 Artikeln der Tageszeitungen taz, Neues Deutschland, junge Welt und der Süddeutschen Zeitung wurden die Fragen beleuchtet, welche Konfliktpartei die Berichterstattung dominierte, wie differenziert über Israel und die PalästinenserInnen berichtet und wie beide Konfliktparteien bewertet wurden. Dabei wurden die drei linken Tageszeitungen sowohl untereinander, als auch mit der liberalen Süddeutschen Zeitung verglichen. Mit Blick auf Themen, Abbildungen, Bewertungen und die die Darstellung der Akteure im Gazakrieg sollten die genannten Fragen beantwortet werden.

Termin: Sa. 03.07.2010, 19:30 Uhr
Ort: Hatikva, Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden
Veranstalterin: Landesarbeitskreis Shalom

„Wenn es Tote gibt, übernehme ich dann die Verantwortung?“

Wir dokumentieren in Folge einer Demonstration Leipzig folgende Pressemitteilung:

Presseerklärung
Leipzig, 2.6.2010

„Wenn es Tote gibt, übernehme ich dann die Verantwortung?“

Heute Abend gegen 18.30 kam es zu gewalttätigen Übergriffen anlässlich der von der SAV mit organisierten Kundgebung zum Angriff des israelischen Militärs auf die sogenannte „Friedensflotille“.
Aus der Kundgebung brachen einige Teilnehmer aus, als sie einer kleinen Gruppe von ca. 20 Leuten ansichtig wurde, die ihren Protest gegen die einseitigen und teils offen antisemitischen Reaktionen auf den Vorfall im Mittelmeer mit Rufen und dem Schwenken von Israelfahnen Ausdruck verliehen.

Mit Parolen wie „Israel – Kindermörder“ stürmten sie auf die Gruppe zu, griffen Einzelne mit Schlägen an und versuchten, ihnen die Fahnen zu entreißen. Die Polizei „schlichtete“, indem sie TrägerInnen der Israelfahne Pfefferspray direkt ins Gesicht sprühte. Mehrere KritikerInnen wurden von der Polizei abgedrängt und eingekesselt.
Währenddessen ignorierte die Polizei trotz mehrfachen Hinweises den Straftatbestand, dass in der Kundgebung entwendete Israelfahnen zerrissen und zertrampelt wurden. Die fünf Personen wurden erkennungsdienstlich behandelt und mit der Begründung der „Störung einer öffentlichen Veranstaltung“ angezeigt. Als Grund der Anzeige wurde genannt, die Betroffenen hätten sich gegen die Angriffe vonseiten der Kundgebung gewehrt – eine Verteidigung, die sich im Festhalten der Israelfahnen erschöpfte. Einer Person, der ein Kundgebungsteilnehmer eine Stange in den Bauch gerammt hatte, wurde verweigert, dies zur Anzeige zu bringen – obwohl er anbot, den Täter sofort zu identifizieren. Selbiger verließ später unbehelligt die Kundgebung. Bei der Endkundgebung am Gewandhaus, die von Rufen wie „Tod Israel!“ begleitet wurde, hielt die Einsatzleiterin einem Kritiker der Veranstaltung entgegen, er stelle mit seiner Israelfahne eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar, die die KundgebungsteilnehmerInnen provoziere. Obwohl die Fahne daraufhin eingerollt wurde, erhielten alle als „Störenfriede“ eingeordneten Menschen Platzverweise, die auch auf Nachfrage nicht begründet wurden. Für die hier beschriebenen Vorfälle stehen ZeugInnen zur Aussage bereit.

Wir protestieren gegen das Bündnis der vorgeblichen FriedensfreundInnen, das ebenso aus islamistischen Gruppen bestand wie aus linken Organisationen wie SAV und Abgeordneten der Linkspartei (deren Leipziger Vorsitzender Volker Külow gar einen Redebeitrag hielt). Dieses Bündnis machte seinen humanitären Anstrich lächerlich, indem es in seinen Reihen brutale Angriffe auf friedliche KritikerInnen ebenso duldete wie antisemitische Ausfälle. Wir protestieren gegen die Ignoranz der Leipziger Polizei gegenüber diesen Vorfällen – trotz der von Anfang an offensichtlichen Gewaltbereitschaft vieler Teilnehmer der Kundgebung, die auch Todesdrohungen enthielt. So fragte einer der propalästinensischen Teilnehmer, nachdem den KritikerInnen die Teilnahme an der Veranstaltung untersagt worden war: „Wenn es Tote gibt, übernehme ich dann die Verantwortung?“

Es ist unerträglich, dass es in der Stadt der „Friedlichen Demonstration“ ohne Gefahr für Leib und Leben nicht möglich ist, Kritik am heuchlerischen, antisemitischen Charakter solcher Israelkritik zu äußern, wie er sich in der Kundgebung offenbarte.

Die Leipziger israelsolidarische Linke

Unterstützung der Demonstration gegen das iranische Regime

Wir unterstützen den Aufruf für die geplante Demonstration von Solidarity Dresden am 19.06. in Dresden.

Für die iranische Freiheitsbewegung, Solidarität mit Israel.

Demonstration in Dresden am 19.06.2010. Treffpunkt: 14:00 Uhr, Bahnhof Neustadt/Schlesischer Platz

Wenn vom islamischen Terrorregime im Iran hoffentlich bald nichts mehr übrig ist, so starben die letzten Lügen, auf denen es gebaut war, in den vergangenen 12 Monaten. Noch am Abend der Präsidentschaftswahl am 12. Juni 2009 hatte der „oberste geistige Führer“ der „Islamischen Republik Iran“, der 70-jährige Ali Khamenei, den von ihm favorisierten Kandidaten Mahmud Ahmedinedschad zum Wahlsieger erklärt – die Auszählung der Stimmen abzuwarten hielt Khamenei dabei für unnötig.

Mit der offensichtlichen Wahlfälschung hatte die Herrschaftsclique um Khamenei und Ahmedinedschad eine Grenze überschritten. Das Hinwegsetzen über eines der letzten Mittel der demokratischen Legitimation zeigte die Bereitschaft des islamische Herrschaftsapparats, die gern getragene Maske des demokratischen Populismus fallen zu lassen, sobald sie ihm unbequem wurde. Waren zur Wahl sowieso nur eine handvoll systemkonformer Kandidaten zugelassen, so wurde den letzten Hoffnungen auf wirtschaftliche und politische Reformen innerhalb des iranischen Systems mit dem Wahlbetrug eine klare Absage erteilt. Dass dies der Auslöser für spontane Massendemonstrationen wurde, in denen Millionen von Iraner_innen in den darauffolgenden Tagen auf die Straße gingen und ihre Rechte einforderten, kam für das Regime wie für alle westlichen Beobachter_innen völlig unerwartet. Ungeachtet aller Repressionen und Drohungen durch das Regime gelang es der „grünen“ Reformbewegung nach den Demonstrationen im Juni, über mehrere Monate an offiziellen Feiertagen spontane Massendemonstrationen zu organisieren, bei denen die staatlichen Sicherheitskräfte sich stellenweise zurückziehen mussten.

Der ganze Aufruf hier.

Scharfe Verurteilung der jüngsten antisemitischen Übergriffe

Scharfe Verurteilung der jüngsten antisemitischen Übergriffe -
Solidarität mit der jüdischen Gemeinde zu Chemnitz

Wie wir zur Kenntnis nehmen mussten, wurden gestern die Fensterscheiben der jüdischen Gemeinde zu Chemnitz eingeworfen.
Erst vor wenigen Tagen wurde ein Angriff auf das Restaurant „Schalom“ verübt. Hierbei wurden der Briefkasten, die Laternen sowie der Davidstern an der Tür zerstört.Des Weiteren urinierten die Täter gegen das Lokal.

Wir sind entsetzt über die antisemitische Agitation in Chemnitz, verurteilen diese zutiefst und solidarisieren uns mit den Betroffenen. Es ist nicht der erste Vorfall in diesem Jahr, im Gegenteil, schon der zweite Angriff auf eine jüdische Einrichtung innerhalb weniger Tage.
Dass der Angriff gezielt von antisemitischen Motiven begleitet ist, ist unseres Erachtens deutlich. Wenn ein Davidstern zerstört wird oder Fensterscheiben einer Synagoge, wie in diesem Falle, mit Steinen beworfen werden, so ist jedem Menschen klar, dass die Tat mehr ist als reiner Vandalismus.

Aus diesem Grund fordern wir insbesondere die politischen Verantwortungsträger der Stadt Chemnitz auf, entschiedener gegen diese Tendenzen zu agieren und die Opfer aktiv zu unterstützen.

Unterzeichnerinnen:
Freya Maria Klinger
(Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag)
Christin Löchner
(Sprecherin Landesarbeitskreis Shalom – Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressivem Antikapitalismus in der Linksjugend [’solid] Sachsen)
Jana Hoffmann
(stellvertretende Stadtvorsitzende der Partei DIE LINKE Chemnitz)

Antisemitismus-Workshop und weitere Veranstaltungen in Leipzig

Im Rahmen der Frühlingsakademie der Linksjugend Leipzig findet am Samstag den 24.04. eine Workshop zum Thema Antisemitismus statt. Darüber hinaus finden 5 weitere Veranstaltungen statt, auf die wir an dieser Stelle hinweisen wollen.

Montag | 19.04.2010 | 20:10 Uhr
Podiumsdiskussion: Wege zur grünen Mobilität
Grüne Mobilität in Leipzig? Weit gefehlt! Hier ist das Auto das Fortbewegungsmittel Nr. 1 und wird auf der Automesse mit viel Sexismus und Beweihräucherung gefeiert. Wir suchen nach anderen Wegen! Mobil zu Fuß, per Rad und Bus & Bahn – grün, günstig und schnell. Es diskutieren: Marco Böhme und ein/e Vertreter/in der Stadt. Moderation: Juliane Nagel
Ort: linXXnet, Bornaische Str. 3d. 04277 Leipzig

Dienstag | 20.04.2010 | 20:10 Uhr
Graffiti – urbane Subkultur im öffentlichen Raum
Kaum eine Subkultur funktioniert so hermetisch wie die Graffitiszene. Trotzdem ist Graffiti ein Politikum: „Kampf den Schmierfinken“ tönen die Ordnungshüter_innen – „Erkennt unsere Jugendkultur an“ fordern vermeintliche Anwält_innen der Szene. Wir wollen einen Blick darauf werfen wie die Szene funktioniert und was es mit Forderungen wie der Legalisierung auf sich hat.
Ort: linXXnet, Bornaische Str. 3d. 04277 Leipzig

Mittwoch | 21.04.2010 | 19:10 Uhr
Geschichte und Theorie der Antideutschen
Wer sind „die Antideutschen“ und wo kommen sie her? Eine Einführung zu Geschichte und Theorie der Antideutschen, die nach der Einschätzung von Boris Krumnow eine kritische Würdigung verdient haben. Anschließende Diskussion.
Ort: linXXnet, Bornaische Str. 3d. 04277 Leipzig

Donnerstag | 22.04.2010 | 20:10 Uhr
Let‘s talk about Gerechtigkeit
„Wo keine Gerechtigkeit ist, ist keine Freiheit, und wo keine Freiheit ist, ist keine Gerechtigkeit.“– Johann Gottfried Seume. Kritik der Chancengleichheit, Chancengerechtigkeit und des Grundeinkommens mit Clemens Heyder.
Ort: linXXnet, Bornaische Str. 3d. 04277 Leipzig

Freitag | 23.04.2010 | 20:10 Uhr
Alles Verschwörung, oder was? Mit Daniel Kulla
Seit 9/11 erleben Verschwörungstheorien in Unterhaltungsliteratur, Popkultur und im Internet einen neuen Boom. Dabei erfreuen sie sich nicht nur in Esoterik- oder Nazikreisen großer Beliebtheit, auch in einigen sich selbst als politisch links bezeichnenden Spektren erfahren Verschwörungstheorien eine große Akzeptanz. Daniel Kulla, Autor des Buches Entschwörungstheorien, wird bei diesem Vortrag zu Verschwörungstheorien und ihrer Kritik sprechen. Anschließend Diskussion.
Ort: Superkronik, Karl-Heine-Str. 35

Samstag | 24.04.2010 | 14:10 Uhr
Workshop: Antisemitismus
Antisemitismus ist mehr als einfach „nur“ Judenhass. Hannes Gießler wird in diesem Workshop die Entwicklung des Antisemitismus und seine strukturellen Eigenschaften gehen. Auch die Veränderungen im Antisemitismus nach 1945 sowie Begriffe wie sekundärer und struktureller Antisemitismus werden gemeinsam besprochen. Dauer: ca. 5 Stunden. Natürlich mit Pausen.
Bitte Anmeldungen an til@linksjugend-leipzig.de
Ort: B12, Braustraße 20, 04107 Leipzig

Ist Kritik an der heutigen Politik Israels antisemitisch?

Innerhalb der Partei Die LINKE gibt es ein Netzwerk von Mitgliedern, das gezielt an der Demontage linker Positionen arbeitet und zu dem Spektrum der sogenannten „Antideutschen“ gehört. Die „Antideutschen“ sind eine nach der Wiedervereinigung aus der radikalen Linken hervorgegangene Strömung, die angesichts einer Welle fremdenfeindlicher Gewalt und eines erstarkten Nationalismus eine Art Vierten Reiches befürchtete. Antisemitismus sei den Deutschen wesentlich und daher als Hauptwiderspruch zu begreifen. Als Gegenentwurf bezieht man sich auf die antideutsche Koalition der Alliierten im Zweiten Weltkrieg und auf den Staat Israel als Konsequenz aus dem Holocaust. Dies führte zu ungewohnten Bildern: „Linksradikale“ liefen nun auf einmal mit USA-Fahnen auf Demonstrationen herum und forderten unbedingte Solidarität mit Israel ein. So konnten wir Mitte März in diversen Zeitungen und Onlineportalen lesen.

Ein Thema worüber im sächsischen Jugendverband der LINKEN genau wie innerhalb der Partei DIE LINKE gestritten wird. Deshalb haben wir uns entschieden, am 30.April 2010 um 18 Uhr im Görlitzer Büro der LINKEN einen Red Infopoint zu diesem Thema durchzuführen. Dafür haben wir Referent_innen aus Dresden eingeladen, die uns ihre jeweiligen Standpunkte näher bringen wollen. Nach den Eingangsstatements wird es sicherlich eine interessante und spannende Diskussion geben.

Alle interessierten GenossInnen und SympathisantInnen sind herzlich eingeladen.