Einige Bundestagsabgeordnete von DIE LINKE haben einen Aufruf mit dem Titel „Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“ unterzeichnet. Im Aufruf heißt es unter anderem:
Wir bedanken uns bei unseren zahlreichen Besucher_innen beim Großen Abend der Verschwöungstheorien und hoffen, allen hat das ganze so viel Spaß bereitet wie uns und einiges an Erkenntnis ist auch dabei herausgesprungen. Für diejenigen, welche nicht dabei sein konnten (oder: nocheinmal hören/sehen wollen), haben wir hier wie versprochen einige der vorgeführten Programmpunkte aufgelistet und verlinkt:
Audiovortrag – Wallstreet, Westbank, Weltverschwörung. Über den Zusammenhang von Verschwörungstheorien und Antiamerikanismus
Der aufgezeichnete Vortrag inklusive Diskussion findet sich hier beim audioarchiv
Audio: Olaf Schubert – Die geheime Weltregierung
Den 5-Minütigen Anruf bei der „geheimen Weltregierung“ gibt’s hier bei Youtube
Video: Die Nazi-Ufos, der 3. Sargon und Marduks Speer
Den völlig abgedrehten Nazi-Ufo-Esoterik Clip findet ihr ebenfalls bei Youtube
der Clip ist ein Zusammenschnitt einer längeren „Dokumentation“ und bietet vollumfängliches Trash-Programm: Wirre Mythologie, Nazi-Ufos, Wagner-Musik, Neuschwabenland uvm.
Die 9/11-Verschwörung bei South Park
Die 9/11-Verschwöungstheorien karikierende Folge von South Park heißt „Mystery of the Urinal Deuce“ und ist die 9. Folge in der 10. Staffel. Wo so etwas zu finden isst, wisst ihr so gut wie wir.
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Aluhelm Bastelwettbewerb + Preisverleihung
Über 15 Aluhelme (klassisch, Prinzessin, Modell „Preußen“, uvm.) wurden gebastelt, getragen und 2 haben letztlich den 1. Platz belegt.
Film und Kurz-Input: Die Murmansk-Verschwörung
Der Clip eines russischen Filmemachers konstruiert bewusst eine Verschwörung rund um Klimawandel und Atomeisbrecher in der russischen Stadt Murmansk. Ziel des Films, der sich am Ende „outet“, war die Funktionsweise und Wirkmächtigkeit verschwörungstheoretischer Clips anhand einer frei Erfundenen „Verschwörung“ zu verdeutlichen. Den Film gibt’s ebenfalls bei Youtube (10:00 min., russisch, englische Untertitel)
Vortrag: Kritik des Verschwörungsideologischen Denkens
Leider nicht aufgezeichnet, aber wir haben fest vor, weitere Veranstaltungen (unter anderem einen längeren Vortrag) zu organisieren.
Film: Das Loch (Bernsteinzimmer)
Leider nicht online verfügbar. (Jedenfalls haben wir ihn nicht gefunden)
Die große Quizshow! 3×10 Fragen
Das Quiz werdet ihr demnächst hier auf der Website nachspielen können und euer Wissen über die wirklich wahre Wahrheit testen!
Der LAK Shalom Brandenburg stellt auf seiner Website den Mitschnitt und einen Bericht zu der Veranstaltung „Ob du wirklich richtig stehst… – die Linken, die Islamkritik und die Suche nach einer Position“ zu Verfügung.
Die Veranstaltung knüpfte an Floris Biskamps Vortrag „Feindbild Islam?“ vom Anfang dieses Jahres an (der auch in Sachsen stattgefunden hat):
Hier setzte Magnus Henning an und erklärte, dass es durchaus klare Merkmale gibt, um einen Unterschied zu erkennen: So zielt das Ressentiment darauf ab, Menschen über Kategorien wie Ethnie oder Religion bestimmte unveränderliche Eigenschaften oder Meinungen zuzuschreiben. Die Kritik hingegen ermöglicht es den Kritisierten, sich zu ihr zu verhalten. „Entweder zielen die Argumente auf den unterdrückerischen Charakter der islamischen Ideologie oder alles, was da über den Islam zusammengetragen wird, verdichtet sich zu einer ethnopluralistischen Argumentation gegen die Migration“, so Henning.
Zum Mitschnitt und Bericht des Vortrags geht es hier.

Wir laden ein, zum „Großen Abend der Verschwörungstheorien“ am 15.10.2011 ab 15:00 Uhr.
Verschwörungstheorien und verschwörungsideologisches Denken haben Hochkonjunktur. „Kritische“ Websites, „Dokumentationsfilme“, „Enthüllungsliteratur“ und anderer Unfug sprießt aus dem Boden, überflutet Buchhandlungen und wird auch von größeren Publikationen zunehmend unkritsch rezipiert oder wiedergegeben. Oftmals verläuft die Grenze zwischen gefährlicher Ideologie, offensichtlichem Unfug und billiger Unterhaltung fließend. Grund genug für uns, sich kritisch – aber auch mal mit einem Hauch Humor – mit Verschwörungstheorien auseinanderzusetzen. Wir laden daher ein zum GROSSEN ABEND DER VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN.
Programm:
Wallstreet, Westbank, Weltverschwörung. Über den Zusammenhang von Verschwörungstheorien und Antiamerikanismus
Audio: Olaf Schubert – Die geheime Weltregierung
Video: Die Nazi-Ufos, der 3. Sargon und Marduks Speer
Teste dein Wissen über die wirklich wahre Wahrheit!
Für den 10. September planen Verschwörungsideologen eine Konferenz mit dem Titel „Inside 9/11″ in Leipzig-Schkeuditz. Die Konferenz ist in der Bundesrepublik die größte ihrer Art rund um den zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001. In Karlsruhe wird am 10. September zudem eine Demonstration unter dem Titel „Für die Opfer und die Wahrheit“ stattfinden. Bereits im vergangen Jahr zogen mehrere Spinner unter dem Slogan „Elfter September – inszenierter Terror!“ und „Wer wirft die Bomben? Bush, Bush, Bush“ durch die Karlsruher Innenstadt. Eine weitere Demonstration ist für den 11. September in Hamburg geplant.
Am 15.08. findet in Leipzig eine Infoveranstaltung des LAK Shalom Sachsen zum Al-Quds-Tag 2011 und der Gegenmobilisierung statt. Als Gäste haben wie die Berliner Genoss_innen von der Emanzipativen Antifaschistischen Gruppe (EAG) eingeladen, die uns mittels kleiner Präsentation berichten werden, was in Berlin am 27.08. passieren wird. Die EAG ist Teil des Bündnisses gegen den Al-Quds-Tag. Auf der Infoveranstaltung wird’s außerdem Infos zur Anreise aus Sachsen/Leipzig geben.
Infoveranstaltung:
No Al-Quds-Tag | Montag | 15.08.2011 | 19:00 Uhr
linXXnet | Bornaische Str. 3d
Wir unterstützen den Aufruf gegen den al-Quds Tag 2011. Weitere Infos sowie Möglichkeiten einer gemeinsamen Anreise folgend gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt hier.
Stellungnahme als PDF: hier zum download.
Stellungnahme des Landesarbeitskreis Shalom der linksjugend [’solid] Sachsen zum Beschluss der Bundestagsfraktion vom 28. Juni 2011
Kritische Selbstreflexion statt Abwehr und Verdrängung
Antisemitismus ist in unserer Gesellschaft keineswegs ein Randphänomen und schon gar nicht nur ein Problem von „Rechtsextremen“ oder „Linksextremen“. Wie sozialwissenschaftlich Studien belegen, stimmen viele Menschen in der Bundesrepublik klar antisemitischen Aussagen zu.
Aus unserer Mutterpartei gibt es und gab es zu recht immer wieder schallende Kritik, wenn die Verantwortlichen in Städten und Kommunen ein manifestes Naziproblem in ihrem Ort beiseite geschoben haben. Aus gutem Grunde kritisieren wir, wenn nazistische und rassistische Gewalt bagatellisiert wird, beispielsweise durch Aussagen, wie dass es sich „um einen Einzelfall“ oder „ein Problem von außerhalb“ handele. Immer wieder betonen wir, dass Rassismus ein Problem ist, das sich durch die gesamte Gesellschaft zieht.
Auch Antisemitismus ist ein Problem eben nicht nur irgendwelcher „Ränder der Gesellschaft“. Der bloße Selbstanspruch nicht antisemitisch und nicht rassistisch zu sein sowie beispielsweise gegen antimuslimische Ressentiments Stellung zu beziehen, ist keineswegs die automatische Erfüllung dieses Anspruchs. Wir wären unehrlich und unkritisch, wenn wir nicht zugeben, dass gesellschaftlich weit verbreitete Ressentiments natürlich auch in unserer Partei (und anderen) zu finden sind. So mag man zwar beispielsweise hundert „Erklärungen gegen Islamphobie“ verabschieden, an der Parteibasis haben entsprechende Ressentiments jedoch weiterhin ihren festen Platz – was aufgrund deren allgemeinen Verbreitung auch nicht weiter verwundern kann. Statt diesem Fakt Beachtung zu schenken, legen Teile unserer Partei genau die Mentalität an den Tag, die wir sonst immer kritisieren, wenn es um menschenfeindliche Ideologien und Ressentiments geht. Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass die zentrale Abwehrstrategie nach dem Grundsatz erfolgt, dass nicht sein kann was nicht sein darf.
Der neuerliche Beschluss der Bundestagsfraktion zeigt deutlich in genau diese Richtung. Es wird lapidar festgestellt: „Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in unserer Partei heute und niemals einen Platz.“ Das Problem beginnt genau da, wo eigentlich normative Sätze in empirische Wirklichkeit umgelogen werden, wo ein (guter) Anspruch aufgegeben wird durch die Behauptung, er sei bereits erfüllt.
Weiter heißt es in der Erklärung, dass der Begriff des Antisemitismus „inflationär verwendet“ werden würde. Vor dem Hintergrund der Vorkommnisse in unserer Partei (Stichpunkte: Flottille, Duisburg, Schal, ‚läppische Frage nach dem Existenzrecht Israels‘) ist die Schutzbehauptung der „inflationären Verwendung“ ähnlich zu werten, als hätte die SPD auf Sarrazin reagiert, indem sie von einer „inflationären Verwendung“ der Begriffe Populismus und Rassismus gesprochen hätte. Inflationär in unserer Partei hingegen ist die Obsession einiger ihrer Mitglieder, sich in ihrer Lieblingsdisziplin „Israelkritik“ (allein der Begriff ist abwegig) zu üben. Es mutet daher seltsam an, wenn Teile der Fraktion meinen, das was bereits ständig passiert, noch einmal beschließen zu müssen. Der neuerliche Beschluss erachtet es anscheinend ebenfalls als notwendig, die Kritik an Menschenrechtsverletzungen an Israel zu spezifizieren. Dort, wo es tatsächlich um eine universelle Gültigkeit einer Kritik an Menschenrechtsverletzungen ginge, wäre diese Spezifizierung überflüssig. Kritik am Handeln der Israelischen Regierung kann nur dann legitim sein, wenn sie nicht einseitig, d.h. dämonisierend, doppelte Standards setzend und per se delegitimierend ist.
Kritik an „Besatzungspolitik, [..] Blockade gegenüber dem Gazastreifen und [der] völkerrechtswidrige[n] Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten [..]“ wird ungeachtet ihrer Form und spezifischen Ausformulierung eine Generalabsolution erteilt. Die Mehrheit der Fraktion meint in der Erklärung offensichtlich weiterhin, dass die Vorwürfe des Antisemitismus vornehmlich wegen solch einer Kritik an bestimmten Handlungen der Israelischen Regierung erfolgt sind, und blendet die anderen (oben Stichpunktartigen genannten) Vorfälle einfach aus.
Wir wollen nicht länger, dass Abwehrreflexe gegen berechtigte Kritik von außen und innen die notwendige Bearbeitung des eigenen Problems ersetzen. DIE LINKE ist genausowenig wie andere Parteien und Organisationen immun gegen Antisemitismus – nicht wegen des eigenen Selbstverständnis und schon gar nicht aus ihrer Geschichte heraus. Es darf keine Zusammenarbeit, keine Teilnahme an gemeinsamen Demonstrationen, Kundgebungen oder Veranstaltungen mit Akteuren und Organisationen geben, die das Existenzrecht Israels nicht anerkennen, die offen antisemitisch handeln.
Statt den hehren Selbstanspruch wider die Realität als bereits umgesetzt zu verklären, muss er zurück in die Normativität geholt werden, damit wir uns in der Gesellschaft und unserer eigenen Partei gegen das Problem stellen können, was in diesem Land immer noch gravierend ist: Den Antisemitismus in seinen klassischen und modernen Spielarten.
Landesarbeitskreis Shalom Sachsen
29. Juni 2011
Wie die Ruhrbarone auf ihrem Blog schreiben, hat der Kreisverband Duisburg nicht nur Hakenkreuz und Davidstern zu einem Symbol vermengt, sondern war sich auch nicht zu schade, auf Websites zu verlinken, die u.a. Mein Kampf zum Download anbieten. Mehr bei den Ruhrbaronen.
Hier findet ihr sowohl den Vortrag von Sebastian Voigt vom 16.04.2011 als auch die anschließende Diskussion als MP3. Die Diskussion hat leider eine nicht so überragende Qualität, ist aber dennoch brauchbar.
MP3, 39MB, 1:08h, Download via MediaFire
MP3, 13MB, 0:23h, Download via MediaFire
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